Begegnungsstättenarbeit

Leitthema 2022: Spurensuche in meiner Region: Die Bewohner der alten Bürgerhäuser mit deren Geschichten

 

Projektziele:

  • Belebung der Projektarbeit der Gruppen der deutschen Minderheit in Polen
  • Festigung der deutschen Kultur, Sprache und Identität
  • Modernisierung der Projektideen
  • Erhöhung der Motivation zur Beteiligung innerhalb der deutschen Gemeinschaft
  • Steigendes ehrenamtliches Engagement
  • bessere Zusammenarbeit zwischen den Generationen innerhalb der deutschen Minderheit
  • Verbundenheit der jüngsten Generation mit den Begegnungsstätten der deutschen Minderheit

 

Mögliche Projekte: thematische Ausstellungen; Referate und Vorlesungen; thematische Begegnungen (deutsche Geschichte, lokale Geschichte, Brauchtumspflege, Sprache und Literatur, Generationsarbeit); Workshops für alle Generationen; minderheitenspezifische Jugendkulturprojekte; Treffen an Feiertagen wie Allerheiligen, Tag der Deutschen Einheit, Volkstrauertag, Tag der  Muttersprache; Partnerschaftliche Besuche*; Publikationen, mindestens zweisprachig (insbesondere DFK Chroniken, die anlässlich eines Jubiläum veröffentlicht werden können, Gesangsbücher –mit einer Sammlung von alten Liedern, Broschüren mit einer Sammlung lokaler Geschichten/Legenden, Traditionen/ alten Kochrezepten); Verewigungen möglich (nur im Rahmen eines Projekts); Sportmaßnahmen, die nach einer separaten Definition zugestimmt werden können**

 

  • Die Zuwendung muss nach dem Prinzip der Wirtschaftlichkeit ausgegeben werden.

 

  • Die Antragsteller sind DFKs (mit Unterstützung der Projektbetreuer), sowie Gemeindevorstände der DMI. Der Antrag muss mindestens 1 Monat vor Projektbeginn gestellt werden.

 

  • Die DFK und die Gemeindevorstände reichen ihre Anträge über die Gemeindekoordinatoren ein. Eine Liste der derzeitigen Gemeinschaftskoordinatoren finden Sie auf der rechten Seite.

 

  • jede DMI-Gruppe (jedes DFK) darf maximal 6 Projekte pro Jahr beantragen und organisieren; in den Regionen Oppeln und Schlesien dürfen davon 4 Projekte eigenständig sein, 2 weitere können die Antragsteller nur in Zusammenarbeit mit einer passiven Gruppe organisieren, die bisher keine, bzw. einzelne Projekte im Rahmen von „Begegnungsstättenarbeit“ beantragte.

 

  • Eine 100% Projektförderung ist nicht möglich, 15% der Eigenmittel sind erforderlich. Sie sind im Kostenplan nachzuweisen, bei der Abrechnung müssen sie in Form von Rechnungen belegt werden.

 

  • Kosten für Eintrittskarten in kulturelle Einrichtungen und Gedenkstätten können nur im Rahmen der 15% Eigenmittel abgerechnet werden

 

  • Verpflegungskosten können nicht die einzigen Kosten im Rahmen der 15% Eigenmittel sein.

 

  • Durch die Zuwendung werden nur die im Antrag genannten Aktivitäten in der beantragten Höhe gefördert. Jegliche Änderungen bedürfen einer Genehmigung der Regionalbezirke, die die Projektmittel verwalten. Maximale Unterstützung für ein Projekt beträgt 700 PLN.

 

  • Für Kostenpositionen ab 1000 PLN sollten drei schriftliche Preisangebote bei der Antragstellung vorgelegt werden

 

Obergrenzen der Beträge:

– Druck von Veröffentlichungen bis zu einem Betrag von 1700 PLN. Der Druck von Kalendern wird nicht finanziert

– Gruppen von Künstlern, die ein Unternehmen betreiben, bis zu 440 PLN

– Beschallung bis zu 440 PLN

– Verpflegung max. 15 zł/Person (max. 750 zł). Die Rechnung für das Catering muss detailliert beschrieben werden (Art der Speisen, Preis pro Person, Menge)!

– Wettbewerbe in Projekten – Preise bis zu 250 PLN. Die Art des Preises muss im Antragsformular angegeben werden. Der Wert des Preises beträgt bis zu 60 PLN (15 Euro). Bei Projekten, die keine Wettbewerbe sind, sondern nur ein Quiz im Programm haben, können Sie sich nicht um Preise bewerben.

– Kreativ-Workshops, Kunsthandwerk max. 400 zł (bei Workshops mit mehr als 20 Teilnehmern – max. 500 zł).

– Kosten für die Anmietung von Räumen bis zu 400 PLN (wenn es nicht möglich ist, ein Projekt in den Räumlichkeiten des DFK zu organisieren)

– Partnerbesuche bis zu 100 PLN (mit Frühstück)

– im Falle von Sportprojekten die Schiedsrichtergebühr bis zu einem Höchstbetrag von 290 PLN

– Das Honorar für Referenten sollte ihrer Ausbildung angemessen sein: max. 250 zł (für einen Vortrag/Präsentation oder für die Durchführung eines Workshops, der eine Vorbereitung erfordert); max. 440 zł für besonders wertvolle Vorträge/Reden (z.B. Universitätsdozenten).

Es können maximal 2 Referenten für ein Projekt engagiert werden.

 

  • Bei Projekten, die einen Moderator oder Fotografen benötigen, wird ehrenamtliches Engagement erwartet: die Moderatoren und Fotografen sollen aus eigenen Reihen stammen; für deren Arbeit kann kein Honorar beantragt werden

 

  • Bei Projekten, die mit der Belebung alter Traditionen verbunden sind (Koch-, Backworkshops) wird ehrenamtliches Engagement erwartet: Koch, Bäcker, Konditor etc. sollen aus eigenen Reihen stammen; für deren Arbeit kann kein Honorar beantragt werden

 

  • Projekte, die sich inhaltlich mit der Erkundung der lokalen Geschichte beschäftigen, können durch eine kurze Fahrt (bis zu 100 km) begleitet werden. Das Ziel der Fahrt muss thematisch mit dem Projekt verbunden sein, die Fahrt darf nur Teil eines größeren Projekts sein (z.B. thematisches Treffen im DFK, Referat/Gruppenarbeit zum gewählten Thema, Fahrt zum besprochenen Ziel, Auswertung). Ausflüge, die einen rein touristischen Charakter haben, können nicht gefördert werden!

 

 

  • Einzelprojekte, die überwiegend Volksfest- und Sportcharakter haben und bei denen die Ausgaben für Getränke und Verpflegung überwiegen, werden grundsätzlich nicht gefördert

 

  • Projekte, bei denen die Verpflegungskosten überwiegen, werden grundsätzlich nicht gefördert – eine Ausnahme davon gibt es, wenn der Eigenbeitrag deutlich ist. Die Verpflegungskosten können maximal 50% der Gesamtkosten, jedoch nicht mehr als 750 PLN pro Projekt betragen.

 

  • Die Kosten für Druckerpatronen können nicht erstattet werden.

 

  • Eine Gruppe kann max. 1 mal im Jahr einen partnerschaftlichen Besuch beantragen, der Antrag kann nur von einer Gruppe gestellt werden (von der Gastgebergruppe oder von der Besuchergruppe), an dem Projekt können auch mehrere Gruppen teilnehmen

 

  • Eine Förderung der Büroausstattung, Möbel sowie Renovierungsarbeiten ist grundsätzlich nicht möglich. Ausstattung (zB. Kannen, Töpfe, etc.) kann auch nicht als Eigenbeteiligung abgerechnet werden.

 

  • Die Regionalbezirke haben das Recht, die Förderung zu annullieren bzw. die bereits ausgezahlten Mittel zurückzufordern sobald festgestellt wird, dass die Mittel nicht zweckentsprechend ausgegeben wurden, sowie beim Fehlen der für die Abrechnung notwendiger Unterlagen. Die Einzelheiten einer Rückzahlung werden jeweils in den zwischen den DFKs und den Regionalbezirken abgeschlossenen Vereinbarungen definiert.

 

  • Die Zuwendung kann einmalig oder in mehreren Teilzahlungen ausgezahlt werden.

 

  • Die Abrechnung erfolgt nach der Vorlage der Rechnungen, Reisekosten, Honorarkosten etc. Die verlangten Abrechnungsdokumente werden in jeder Vereinbarung einzeln genannt. Außerdem werden bei der Abrechnung der Kleinprojekte Teilnehmerlisten verlangt. Alle Ausgaben müssen spätestens am Tag des Projekt erfolgen. Der auf der Rechnung genannte Verkaufstag (data sprzedaży) muss mit dem Termin des Projekts schlüssig sein. Dieselbe Regelung betrifft das Datum auf der Teilnehmerliste.

 

  • Die Abrechnung eines Kleinprojekts erfolgt spätestens drei Wochen nach Abschluss der geförderten Maßnahme. Sollte die Abrechnung fristgemäß nicht erfolgen, kann die Zuwendung aufgehoben werden.

 

  • Die Abrechnung muss gemäß dem beantragten Finanzplan erfolgen.

 

Die Abrechnung umfasst:

  • Zusammenstellung von Rechnungen– Tabelle in Polnisch und Deutsch
  • Originalrechnungen (Beschrieben nach allgemeinen Vorgaben der SKGD)
  • Beiderseitigen Kopien der Rechnungen mit grüner Beschreibung
  • Bericht – in deutscher Sprache
  • Minimum 2 Fotos, Plakate, zweisprachige Einladungen, Zeitungsausschnitte
  • Anwesenheitsliste im Original

 

  • Anträge, die kontrovers sind, werden vom VdG individuell geprüft. Der VdG behält das Recht, die Kleinprojekte vor Ort ohne Ankündigung zu kontrollieren.

 

Die häufigsten Probleme:

  • keine Bilder;
  • das Fehlen von geeigneten Fotos (auf den Fotos fehlen Banner der SKGD, oder es befinden sich Banner der Projekte der Konsolidierung + des Konsulat auf einem Foto);
  • im Rahmen der Verträge mit Privatpersonen werden die Summen von den Vorständen in bar ausbezahlt;
  • die Fristen für die Abrechnung werden nicht eingehalten;
  • Anträge und Anwesenheitslisten werden auf alten Formularen ausgefüllt. 
  • Rechnungen mit einem Datum nach der Projektdurchführung

 

  • Anträge, die kontrovers sind, werden vom VdG individuell geprüft. Der VdG behält das Recht, die Kleinprojekte vor Ort ohne Ankündigung zu kontrollieren.

 

Das Reglement, die Antrags- und Abrechnungsformulare sowie Beispiel der Abrechnung finden Sie in der Tabelle rechts.

 

*   Partnerschaftliche Besuche- Begegnungen von zwei oder mehreren Gruppen der DMI, die als Ziel das gegenseitige Kennenlernen der regionalen Besonderheiten, der Unterschiede in den Bräuchen und Sitten, sowie das Kennenlernen der lokalen Geschichte haben

 

** Die Definition für mögliche Sportprojekte ist im separaten „Reglement für Sportmaßnahmen“ zu finden

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