Die Gruppe DIALOG aus Dyloken auf der EUROPEADE in NAMUR/ Belgien

Die Gruppe DIALOG aus Dyloken auf der EUROPEADE in NAMUR/ Belgien

  • 23 Aug 0

23-08-2016

Titel des Bildes: Dialog auf der Europeade, Autor: B. Baron

– „ … die Gruppe hat so gut und viel getanzt, daß unsere Männer zur Abschlussgala seine Schuhe mit Klebeband festhalten mussten.” – so Lukas Szatkowski der Chef der Gruppe Dialog.

Die Europeade wurde 1964 in Antwerpen ins Leben gerufen und hat sich zum größten Volkskultur-Festival in Europa entwickelt. Sie ist Ausdruck des Glaubens an Freundschaft zwischen den Völkern in Europa und beruht auf dem Gedanken „in Vielfalt vereint“.

Heute bedeutet das Festival Europeade konkret, dass in jedem Jahr 4.000 bis 6.000 Teilnehmer aus ganz Europa zusammenkommen und Volkskunst und Traditionen ihrer Herkunftsregionen leben – dies ist das Fundament dieser Veranstaltung. In jedem Jahr wird die Europeade an einem anderen Ort durchgeführt.

Die diesjährige Europeade fand im belgischen Namur, Wallonie, statt. In Zahlen sah es folgend aus:  25 Länder, 160 Folkloregruppen, 4300 Teilnehmer.

Für unsere Tanzgruppe DIALOG war es ein besonderes Ereigniss. Unsere Gruppe war eine von drei  insgesamt Gruppen aus Polen!

Wir reisten zusammen mit unseren Freunden aus Bergisch Gladbach – mit der Gruppe Der Fröhliche Kreis an, was für uns eine sehr grosse Freude und vor allem Hilfe war. Die Leiterin der Gruppe – Frau Bernadette Glattki – Grüne war stets an unserer Seite und kümmerte sich um uns sehr.  Nach unserer Anmeldung in der Expo Namur bei 37 Grad Sommerhitze bezogen wir das Quartier für die 4 Tage in Namur. Die gemeinsame Unterkunft der beiden Gruppen in Namur war eine Schule im Stadtbereich. Untergebracht waren unsere 27 Tänzerinnen, Tänzer und Musiker

im „Ping-Pong“-Keller der Ursulinenschule. Bei den nächsten beiden hochsommerlichen Tagen waren wir über unser „Kellerdomizil“ sehr froh. Mit uns 27 Teilnehmern haben insgesamt über 80Teilnehmer aus allen schlesischen Gruppen an der Europeade teilgenommen. Der Mittwochabend gehörte den Traditionsgruppen der Region auf dem Place Maurice Servais. Wir erlebten die

wallonischen Tanzgruppen, die traditionsreichen Stelzenläufer von Namur,

historische Soldatengruppen mit ihren Waffen und ganz viel Geschichte und Musik. Anschließend zog die Menge, auch wir, zu den Brücken an Sambre und Maas, um das große Feuerwerk anlässlich des belgischen Nationalfeiertags zu bewundern. Am Donnerstag ging es bei schönstem, heißen Sommerwetter direkt mit dem ersten gesamtschlesischen Auftritt um 10.00 Uhr in der Stadt los. Am Place d`Ange fanden sich alle Schlesier ein, um gemeinsam die schlesischen Trachten und die Tänze für das Publikum zu präsentieren. Mit unserer großen Gruppe erfreuten wir unser Publikum, es gab viel Beifall. Der Tag ging mit einem zweiten Auftritt für den DIALOG  mit der Gruppe „Fröhlicher Kreis“, dem Mittagessen im „Arsenal“, einer Chorprobe mit dem schlesischen Chor und der Eröffnungsveranstaltung am Abend in der Expo Namur weiter. Wer nicht gerade im Chor sang oder noch Essen gehen musste, hatte eine Verschnaufpause. Zur Eröffnungsveranstaltung am Abend gingen wir alle in Tracht. Zur dieser Veranstaltung war auch Prinzessin Astrid vom belgischen Königshaus anwesend. Sie war genauso wie wir begeistert von den Vorführungen und den Teilnehmern. Die Nacht ( wie auch alle weiteren) war kurz. …Der Freitag startete um 10.00 Uhr direkt wieder in Tracht und einem Empfang beim deutschen Botschafter in Belgien. Der Botschafter kam von Brüssel nach Namur, um die Vertreter der deutschen Gruppen bei dieser Europeade zu begrüßen. Er war auch sehr an den schlesischen Gruppen interessiert und erfreut zu hören, dass auch wir – eine Deutsche Gruppe aus Oppeln an der größten FolkloreVeranstalltung in Europa teilnehmen.

 Die Europeade wurde ja schließlich von einem Belgier und einem Schlesier begründet. Danach schlenderten wir durch das Europeadeforum, traffen uns zum gemeinsamen Mittagessen im „Arsenal“ und haben danach wieder einen  Auftritt unserer beiden Tanzgruppen „Fröhlicher

Kreis“ und „Dialog“ auf der Flussbühne am Pont Groignon. Die anschließende Freizeit währte nicht sehr lange, aber im Schulhof unserer Schule traffen wir unsere neuen Freunde: die mallorquinische Gruppe die gerade übte, den sardischen Männerchor, die finnischen Tanzgruppe, die Ungarn und die Spanier, die schon wieder mit ihrer Banda Musik machten. Nach dem Abendessen im Quartier wieder angekommen, gab es noch für uns zusammen mit dem „Fröhlichen Kreis“  eine Übungsrunde im Europeadetanz. Dann schloßen wir uns erstmal dem Abendgetümmel unserer Schule an, danach ging es nochmal in die Stadt, um weitere Europeadekonzerte zu sehen. Am Samstag erlebten wir das zweite besondere Ereignis. Beim Empfang des Bürgermeisters für alle Gruppenvertreter der teilnehmenden Europeadegruppen erhielten alle Gruppen auch eine Art Urkunde. Als wir diese nach der Übergabe genauer betrachteten, stellen wir fest: in der rechten oberen Ecke tanzte Katharina vom Fröhlichen Kreis – die Tochter von Bernadette, zusammen mit den anderen schlesischen Kindern aus den anderen Gruppen den Jägerneuner in schlesischer Tracht. Das heißt, die über 170

teilnehmenden Gruppen aus ganz Europa nehmen alle ein Stück Schlesien mit diesem Bild mit nach Hause. Nicht nur in ihren Herzen sondern auch „schwarz auf weiss“ mit diesem schönen Bild. Für uns jedoch hiess es schon wieder flitzen, wir waren um 12.00 Uhr im Stadtteil Jambe erwartet und tanzten dort den Auftritt mit allen Schlesiern. Zurück zum Mittagessen nach Namur-Innenstadt (Urlaub ist eine Europeade nicht.) und dann ging es weiter zur Aufstellung des Festumzugs. Der schlesische Block ging in der Mitte des Festumzuges. Pünktlich, nachdem wir uns in Marsch gesetzt haben, begann es zu regnen. Also schützten wir unsere kostbaren Trachten mit Schirm, Regenpelerine oder einer durchsichtigen Tüte. Aber trotzdem hatten wir Spaß – und die Zuschauer auch. Erstaunlich viele Menschen standen am Umzugsweg und klatschten, hoben den Daumen oder ruften uns viele „Mercis“ und Ermutigungen zu. Sie bewunderten die schönen Trachten von uns und unseren Freunden, die eine niederschlesische Tracht trugen, die Stickerei auf den Weißzeugen und

unsere gute Laune trotz des Regens. Hungrig, zufrieden und sehr nass kehrten wir mit unseren Lunchpaketen in die Unterkunftsschule zurück. Noch fünf Minuten die Füsse hochgelegt und dann ging es am Abend zum „Ball Europe“. Leider konnten wir unsere Trachten in der kurzen Zeit nicht trocken bekommen (trotz Bügeleisen und Wäscheständer in der großen Aula der Schule), sodass

wir leider in ziviler Kleidung auf den Ball gehen mussten. Die tolle Musik und das wunderbare Getümmel haben aber für alles entschädigt. Am Sonntag früh, Stadionprobe für die Abschlussveranstaltung am Nachmittag war bereits in Tracht, dann brachte uns der Bus in den Vorort zur Kirche. Nach der Kirche wurden wir für das Mittagessen in der Stadt wieder

abgeholt und danach ging es zur Expo Namur. Dort begann die Abschlussveranstaltung um 15.00 Uhr, die von allen belgischen Sendern übertragen wurde und auch im Internet zu sehen ist. Die Region Schlesien hatte den großen Auftritt nach ungefähr einer Stunde- – 48 Tänzer und Tänzerinnen in 6 Kreisen tanzten auf – und wir mittendrin. So sind neben den Trachten aus dem Riesengebirge, Bielitz-Biala und der Wandertracht auch unsere oberschlesischen Trachten aus Oppeln zu bewundern. Es klappte alles ganz wunderbar. Nach diesem wunderschönen Auftritt genoßen wir die restliche Veranstaltung und stürmten auf die Tanzfläche. Im Quartier sassen wir noch lange gemeinsam mit dem Fröhlichen Kreis am Tisch und

freuten uns über diese gelungene gemeinsame Aktion. Die nächste Europeade 2017 wird in Turku/Finnland sein. Wir denken bereits jetzt wieder eine Planung an, denn nach der Europeade ist vor der Europeade. Um Mitternacht starteten wir um nach Hause zu fahren. Es floßen Tränen als wir uns verabschiedeten und Gute Reise wünschten.  Es war eine tolle Europeade 2016 in Namur –  vielen Dank an alle teilnehmenden Gruppen und Koordinatoren, Danke an alle Teilnehmer der Gruppen: Fröhlicher Kreis aus Bergisch Gladbach,  Brückenberger Trachtengruppe aus Bonn, Tanz- u. Spielschar Wiesbaden, Schlesische VT- und TG Schreiberhau Schwalmstadt, Brückenberger Trachtengruppe Herzogenaurach, Hamburg, Eichendorff-Tanzgruppe Forchheim,

Riesengebirgstrachtengruppe München und Rübezahls Zwergen aus München.   

Auch einen grossen Dank an die Musiker die uns live auf den Instrumenten begleiteten.

Die Tanzgruppe DIALOG die beim Vorstand des DFK Dyloken tätig ist erhielt im Jahr 2016 den Zuschuss für die Finanzierung der Tätigkeit vom polnischen Ministerium des Innern und Verwaltung im Rahmen des Projektes „ Unterstützung der Tätigkeit der Kulturgruppen der Sozial – Kulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelner Schlesien im Jahr 2016”.

Die Reise wurde u. A. aus diesen Mitteln finanziert, von den Eigenmitteln der Gruppe  bzw. von Eltern, Jugendlichen selbst und vom DFK Dyloken.

Ganz herzlich bedanken wir uns bei Barbara Baron, die uns ermutet hat an dieser Veranstaltung teilzunehmen, vieles am Organisatorischen abgenommen und geholfen hat, die auch während der Konzerte – Live verbunden –  mitgefiebert hat.

Austragungsort: Brüssel

Termin der Sitzung: 20/07/2016 - 24/07/2016

Autor: Barbara Baron


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