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07 Mai Off
Das Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit lädt herzlich zu einer Autorenbegegnung rund um das Buch „Nasi Niemcy“ ein, die in Opole als begleitende Veranstaltung zum Straßenfest stattfindet.
Nach der sehr positiven Resonanz auf die Veranstaltung in Gleiwitz setzen wir das Gespräch nun in Oppeln fort – mit dem Ziel, auch hier vor Ort Raum für Austausch, Reflexion und neue Perspektiven zu schaffen.
Die Veranstaltung findet am 23. Mai 2026 um 16:00 Uhr in der Miejska Biblioteka Publiczna w Oppeln statt.
Zu Gast ist Maciej Falkowski – ein angesehener Autor und Kenner Mittel- und Osteuropas, der historisches Wissen mit erzählerischer Sensibilität verbindet.
Im Mittelpunkt steht das Buch „Nasi Niemcy“, in dem der Autor den Spuren deutscher Präsenz in Polen folgt – auch dort, wo man sie heute kaum vermuten würde. Gemeinsam mit Maciej Falkowski begeben sich die Teilnehmenden auf eine Reise durch Orte, Erinnerungen und individuelle Geschichten.
Auch schwierige Themen werden nicht ausgeklammert – Krieg, Volksliste, Wehrmachtsdienst oder die Nachkriegszeit. Es geht um komplexe Erfahrungen, Identität und die Frage, wie Geschichte bis heute nachwirkt.
Moderation: Agnieszka Zientarska
Über das Buch:
„Poniemieckie“ ist ein Begriff, der meist mit Westpolen oder den Masuren verbunden wird. Doch Spuren deutscher Besiedlung finden sich auch in zentralen und östlichen Regionen Polens – etwa in Masowien, in der Region Lublin oder in Kleinpolen. Über Jahrhunderte hinweg gründeten Siedler Dörfer und Städte, erschlossen schwierige Gebiete, entwickelten Landwirtschaft, Handwerk und Industrie und wurden mit der Zeit oft Teil der lokalen Gemeinschaften.
In der Zweiten Polnischen Republik stellten Deutsche rund eine Million Bürger, doch ihre jahrhundertelange Präsenz wurde durch den Zweiten Weltkrieg und die Nachkriegspolitik weitgehend unterbrochen. Heute sind ihre Spuren u. a. in der Landschaft, in der Architektur und auf oft vergessenen Friedhöfen sichtbar.
Maciej Falkowski folgt diesen Geschichten – von den oländischen Siedlungen an der Weichsel über die Puszcza Pyzdrska bis hin zu den Gemeinschaften der Bamberger und den Nachkommen ehemaliger Siedler. Er erzählt von Menschen und Orten, die die lokale Realität mitgestaltet haben – sowohl von jenen, die nach 1945 gingen, als auch von denen, die blieben und Teil der polnischen Gesellschaft wurden.
Das Projekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums des Innern (BMI) durch den Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen finanziert




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