{"id":12228,"date":"2016-05-21T09:55:22","date_gmt":"2016-05-21T07:55:22","guid":{"rendered":"http:\/\/skgd.pl\/?p=12228"},"modified":"2016-05-21T09:55:22","modified_gmt":"2016-05-21T07:55:22","slug":"bernard-gaida-jestesmy-w-polsce-straznikami-europejskosci","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/skgd.pl\/de\/bernard-gaida-jestesmy-w-polsce-straznikami-europejskosci\/","title":{"rendered":"Bernard Gaida: Wir und die Regierung wollen die Situation verbessern"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span>Lage der deutschen Minderheit 25 Jahre nach Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages.<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span>Bernard Gaida<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span>Ich bin mir dar\u00fcber im Klaren, dass in so einem international besetzten Gremium wie FUEV mein Thema erkl\u00e4rt werden sein muss und von dem mir zustehenden 20 Minuten m\u00f6chte ich einige der Erl\u00e4uterung der Bedeutung des Jubil\u00e4ums widmen.<span>&nbsp; <\/span>Wenn wir auf die Karte Polens schauen und auf die zwei darauf markierten Regionen und Orte zeigen, wo sich unsere Ortsgruppen befinden und anschlie\u00dfend dies mit einer Landkarte aus der Vorkriegszeit vergleichen, werden wir erkennen, dass die meisten Vertreter unserer Gemeinschaft auf den Gebieten leben, die vor 1945 zu Ostgebieten des Deutschen Reiches geh\u00f6rten. Der durch das Hitler-Deutschland am 1.09.1939 begonnene Krieg, der am 17.09. 1939 durch den \u00dcberfall der UdSSR von der \u00f6stlichen Seite eskaliert worden ist, f\u00fchrte in der Folge zu einer Grenzverschiebung. Polen verlor an die Sowjetunion<span>&nbsp;<\/span>seine Ostgebiete und daf\u00fcr bekam es das gesamte Ostdeutschland ohne n\u00f6rdliche Teile Ostpreu\u00dfens.<span>&nbsp;&nbsp;<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span>Diese Gebiete wurden von ca. 10 &#8211; 12 Mio. Deutschen bewohnt. Die Grenzgebiete wie Oberschlesien und Ermland mit Masuren waren durch eigene Sprache und Kultur gepr\u00e4gt.<span>&nbsp; <\/span>Schon nach dem I. Weltkrieg kam diese Eigenart bei Volksabstimmungen auf den Gebieten zum Ausdruck, wonach die Mehrheit f\u00fcr den Verbleib bei Deutschland votierte und doch ein Teil des Territoriums an Polen \u00fcbergangen ist und dann entstand die Erscheinung wie die deutsche Minderheit. Die Grenzfrage und das Problem mit der Bev\u00f6lkerung wurden auf darauf folgenden Konferenzen in Teheran, Jalta und Potsdam entschieden, als Stalin letztendlich die Zustimmung nicht nur f\u00fcr die Grenzverschiebung aber auch f\u00fcr die Vertreibung der Deutschen bekam.<span>&nbsp; <\/span>Ich \u00fcbergehe die Hochsch\u00e4tzungen zu der Zahl der Fl\u00fcchtlinge und der Vertriebenen, die uns sagen, wie viel Personen mit und ohne f\u00f6rmliche Zustimmung der Alliierten vertrieben, wie viele in den Folgejahren ausgesiedelt wurden.<span>&nbsp; <\/span>Ich m\u00f6chte jetzt nicht auf die Zahl der Deutschen eingehen, die in Schlesien, Pommern oder Ostpreu\u00dfen geblieben sind.<span>&nbsp; <\/span>Die von Deutschen ges\u00e4uberten Gebiete mussten besiedelt und bewirtschaftet werden und bedeutende Zahl der polnischen Bev\u00f6lkerung aus den Gebieten des heutigen Litauen, Wei\u00dfrussland oder der Ukraine wollte oder musste ihre Heimat verlassen und in die Westgebiete ins neue schon sozialistische Polen umzusiedeln.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span>Die Nachkriegsjahre bedeuteten f\u00fcr verbliebene Deutsche einen Leidensweg in den Arbeitslagern, die zu Hunderten gegr\u00fcndet wurden, oder sogar Verschleppung zu Zehntausenden nach Sowjetunion zur Zwangsarbeit in das Donezbecken, ins Uralgebiet und nach Sibirien. Nur wenige kamen heim. Vom System der kommunistischen Verfolgungen waren ganze Gesellschaftsgruppen betroffen, aber im Fall der Schlesier, Erml\u00e4nder, Pommeraner, Lodzer kam noch dazu die Diskriminierung wegen der Sprache und Kultur, weil die deutsche Sprache oft einen Grund f\u00fcr die Festnahme lieferte. Nur in zwei Regionen Polens wurde Unterrichtsverbot f\u00fcr Deutsch erkl\u00e4rt und ununterbrochen bis 1989 galt: in Schlesien und Ermland und Masuren. Die sprachliche Diskriminierung wurde zum Alltag der deutschen Gemeinschaft \u00fcber lange Jahrzehnte. Den Anfang markiert symbolisch die Anordnung des schlesischen Woiwoden Gen. A. Zawadzki, der schon nach den Wirren der Nachkriegszeit am 19.08 .1947 an alle \u00c4mter in Schlesien ein Schreiben aufsetzte, in dem er zur Intensivierung der Bek\u00e4mpfung s\u00e4mtlicher Erscheinungsformen des Deutschtums aufforderte. Es hie\u00df dort: \u201eDeutsch d\u00fcrfen nur die Deutsche sprechen, die auszusiedeln sind \u201d. (B.Linek, \u201ePolityka antyniemiecka\u2026\u201d S.265). Das Verbot der deutschen Sprache gilt ununterbrochen und dient mit Erfolg der Zwangsassimilierung der heimatverbleiebnen Deutschen. Wie diese Ma\u00dfnahmen 1948 umgesetzt wurden, teilt uns ein anderer Beamte E. Duda mit: \u201eWir vernichten restlos, bis auf den letzte Buchstabe, deutsche Inschriften \u00fcberall dort, wo sie vorkommen; wir schaffen deutsche Familiennamen und deutsche Vornamen ab und s\u00e4ubern das Gebiet von deutschen B\u00fcchern, wir sammeln G\u00fcterwagen und Eisenbahnz\u00fcge mit deutschen B\u00fcchern und ich appelliere an Euch, dasselbe auf Euren Wiedergewonnenen Gebieten gr\u00fcndlich und z\u00fcgig zu tun\u201d. (B.Linek, S.267).<span>&nbsp; <\/span>Diese Aktion hatte R\u00fcckkopplung. Sie zwang, das Deutschtum zu verbergen,<span>&nbsp; <\/span>auf die Anwendung der Sprache im Au\u00dfenbereich zu verzichten, was den Eindruck und die \u00dcberzeugung vermittelte, es g\u00e4be tats\u00e4chlich keine Deutsche mehr. Aus der politischen Sprache verschwindet auf dem polnischen Gebiet die Bezeichnung \u201eDeutsche\u201d auf lange Jahre und diese Bezeichnung wird durch den Begriff \u201eAutochthone\u201d ersetzt, der im besten Fall die national schwankenden Polen meinen sollte. Die offizielle Version wird durch zwei F\u00e4lle aus dem Jahr 1985 veranschaulicht. Im Jahr 1985 hatte Staatschef Jaruzelski vor Offizieren davon gesprochen, da\u00df man im Westen eine ethnische Teilung Polens herbeif\u00fchren wolle und man will \u201edas k\u00fcnstliche Problem schaffen, da\u00df es in Polen eine deutsche Minderheit von einer Million gibt.\u201c Kardinal Glemp, das Oberhaupt der katholische Kirche in Polen, stimmte dieser Aussage sogleich zu. Bereits anl\u00e4\u00dflich einer Wallfahrt am 15.8.1984 in Tschenstochau (Cz\u0119stochowa) hatte er gesagt: \u201e\u201eWenn sich jemand nach vierzig Jahren in Polen noch als Ausl\u00e4nder bezeichnet, obwohl er weder die Sprache noch die Kultur dieses angeblichen Vaterlandes kennt, so haben wir es hier mit einem k\u00fcnstlichen Prozess zu tun, der eher durch niedrige Beweggr\u00fcnde ausgel\u00f6st wurde, durch Geld, den Willen zu einem leichteren Leben und Bequemlichkeit und manchmal mit dem Wunsch danach, sich von den M\u00fchen des Kampfes f\u00fcr eine bessere Zukunft zu befreien.(..) Wir k\u00f6nnen nicht reinen Gewissens Gebete in fremder Sprache abhalten f\u00fcr solche, die diese Sprache gar nicht kennen und sie erst in der Liturgie kennenlernen wollen.\u201c Wie spottisch klingt das nach 40 Jahren Diskriminierung, Verbot der Sprache, Vernichtung der deutschen Kultur und des Schulwesens. Damit bestritt auch er die Existenz einer deutschen Minderheit in Polen.<span>&nbsp;&nbsp;<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span>Ich k\u00f6nnte es bei der Schilderung des Standpunktes der kommunistischen Partei und des Primasses Polens<span>&nbsp; <\/span>belassen, aber um ehrlich zu sein, muss ich erw\u00e4hnen, dass schon am 7.10.1981 auf der Hauptversammlung der Delegierten der Freien Gewerkschaft \u201eSolidarno\u015bci\u201c ein Beschluss gefasst wurde, der in Polen nach dem Krieg revolution\u00e4r anmutete. In dem Beschluss hie\u00df es: \u201eIndem wir die Entwicklung der polnischen Kultur pflegen, die offen f\u00fcr das Werk anderer V\u00f6lker ist, wollen wir dazu beitragen, dass in Polen lebende B\u00fcrger anderer V\u00f6lker und ethnischer Gruppen \u2014 Wei\u00dfrussen, Roma, Griechen, Litauer, Lemken, Deutsche, Ukrainer, Tataren, Juden und andere Nationalit\u00e4ten \u2013 im gemeinsamen Vaterland mit den Polen M\u00f6glichketen finden, ihre Kultur frei zu entwickeln und sie den n\u00e4chsten Generationen zu \u00fcbermitteln\u201d. Wir wissen, wenn 1985 ihre Aussagen General W. Jaruzelski und Kardinal J. Glemp<span>&nbsp; <\/span>getroffen haben, war schon die Gewerkschaft \u201eSolidarno\u015b\u0107\u201d delegalisiert und der demokratische Gedanke aus dem Beschluss geh\u00f6rt schon zum Gedankengut der \u201eSolidarno\u015bc!, das 10 Jahre danach das neue Staatssystem Polens pr\u00e4gte.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span>Diese kurzgefasste und ich hoffe nachvollziehbare Schilderung der Bedingungen, unter denen zwei Generationen der nationalen Minderheiten, insbesondere die deutsche Minderheit im sozialistischen Polen lebten, stellt den Ausgangspunkt vor 25 Jahren.<span>&nbsp;<\/span>Hinter dem Eisernen Vorhang gab es keine demokratischen Staatsinstitutionen, den Schutz gew\u00e4hren k\u00f6nnten. Ausgeliefert der bis heute unzureichend erforschten Verfolgungen des Staates, haben wir nicht nur die Sprache, aber auch den kulturellen \u00dcberbau. Wir waren Zeugen, wie tausende Denkm\u00e4ler unserer Kultur: Friedh\u00f6fe, Bibliotheken, \u00dcberschriften aber auch Menschen vernichtet wurden. Die Beamten ver\u00e4nderten den Menschen Vornamen und Familiennamen in rein polnische.<span>&nbsp; <\/span>Die Kinder durften keine deutschen Vornamen bekommet.<span>&nbsp; <\/span>Das hatte zur Folge, dass die Vertreter der deutschen Volksgruppe \u00fcber Jahrzehnte durch auswanderten und ihre Heimat verlie\u00dfen. Auf die Vertreibungen folgenden Aussiedlungen und eine Ausreisewelle und damit wurde einerseits eigene Identit\u00e4t verloren und andererseits die Assimilierung mit dem Polentum vorangetrieben.<span>&nbsp; <\/span>Die Sprache konnte nur rudiment\u00e4r beibehalten werden, weil die Sprache permanent verdr\u00e4ngt<span>&nbsp; <\/span>wurde und die Angst vor Unterdr\u00fcckung und Ausgrenzung ohne Aussichten auf den Zusammenbruch des totalit\u00e4ren Systems zu stark war. In Schlesien hatten sich die Deutschen im Sprachlichen in die Sprache des Grenzlandes zur\u00fcckgezogen, die man manchmal \u201eWasserpolnisch\u201d oder \u201eSchlesisch\u201d nannte. Diese Zitate wiesen darauf hin, dass nur die demokratische Opposition wusste, dass die Rechte der nationalen Minderheiten als Bestandteil der Menschenrechte undiskutabel sind.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span>Erst wenn uns diese Politik bewusst wird und erst wenn uns die Effizienz der nichtdemokratischen Staatsformen entsprechend beleuchtet wird, wird das Revolution\u00e4re der Ereignisse aus vor 25 Jahren ins rechte Licht ger\u00fcckt. Die damalige Kohl-Regierung, die vor dem Hintergrund des Zerfalls des kommunistischen Systems vor zwei gro\u00dfe Herausforderungen gestellt wurde (die Aussicht auf die Wiedervereinigung Deutschlands und neue Regelung der Beziehungen mit den Staaten Mitteleuropas),<span>&nbsp; <\/span>hat die damals auf eine Million gesch\u00e4tzte Volksgruppe der Deutschen in Polen nicht vergessen.<span>&nbsp; <\/span>Die neue polnische Regierung \u00f6ffnete sich auf Europa. Die deutsche Minderheit und ihre Rechte wurden in Regierungsgespr\u00e4chen zwischen Tadeusz Mazowiecki und Helmut Kohl thematisiert.<span>&nbsp; <\/span>Damals markierten die Deutsche schon seit einigen Jahren ihre Anwesenheit in den 80er Jahren getragen von der Welle des Enthusiasmus der Gesellschaft und der oppositionellen Bewegungen und suchten schon die ersten Vereine ins Leben zu berufen.<span>&nbsp; <\/span>Die Versuche waren damals gescheitert und von den Beh\u00f6rden unterbunden. Hilfreich war das Bewusstsein dessen, dass Deutsche in Waldenburg (Wa\u0142brzych) und Breslau (Wroc\u0142aw) schon in der Zeit der Volksrepublik Polen ihre Vereinst\u00e4tigkeit entwickeln konnten. Das war in Polen wenig bekannte Enklave des offiziellen Deutschtums.<span>&nbsp; <\/span>Das Manifestieren des Bestehens der zahlreichen deutschen Volksgruppe explodierte im November 1989 nach der ber\u00fchmt gewordenen Vers\u00f6hnungsmesse in Kreisau, auf der das Friedenszeichen zwischen Mazowiecki und Kohl ausgetauscht wurden.<span>&nbsp; <\/span>Damals trafen sich die erst keimenden DFK`s \u00f6ffentlich zusammen und erfuhren voneinander, was nach Jahren der Verheimlichung eigener Identit\u00e4t von immenser Bedeutung war.<span>&nbsp;<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span>Durch<span>&nbsp; <\/span>den Nachbarschaftsvertrag wurden die Rechte der deutschen Minderheit zum ersten Mal anerkannt.<span>&nbsp; <\/span>In den Paragraphen 20, 21 und 22 des Vertrages \u00fcber gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit wird nicht nur die Anerkennung der deutschen Volksgruppe in Polen erfasst, aber auch der Bezug auf die wichtigsten internationalen Regelwerke und konkrete Rechte wie Pflege der eigenen Sprache, Kultur und Identit\u00e4t genommen.<span>&nbsp; <\/span>Es wird auch das Recht gew\u00e4hrt, sich in der \u00d6ffentlichkeit deutschen Sprache frei zu bedienen, Vereinsleben zu entwickeln, Zugang zu den \u00f6ffentlich-rechtlichen Medien zu gew\u00e4hren, Nutzung \u00f6ffentlicher Mittel, Bildungst\u00e4tigkeit auszu\u00fcben, Vornamen und Familiennamen in deutscher Form zu f\u00fchren. Der Staat verpflichtete sich, die deutsche Identit\u00e4t in Form nicht nur des Unterrichts aber auch in deutscher Sprache im<span>&nbsp; <\/span>Schulwesen zu verwenden. Die Geschichte der Deutschen wurde im schulischen Geschichtsunterricht ber\u00fccksichtigt. Bemerkenswert ist, dass in dem Vertrag das Recht nicht genannt wird, zweisprachige Ortsnamen zu verwenden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span>In der zur\u00fcckliegenden Zeit hat sich in der Lage der nationalen und ethnischen Minderheiten viel ver\u00e4ndert. Die heutige Situation der deutschen Minderheit, die durch den revolution\u00e4ren Vertrag von 1991 anerkannt wurde, basiert nicht mehr auf dem bilateralen deutsch-polnischen Vertrag, sondern durch f\u00fcr alle Minderheiten in Polen geltende Regelwerke mitbestimmt wird. Polen ratifizierte am 1.04.2001 das Rahmen\u00fcbereinkommen zum Schutz nationalen Minderheiten und die Europ\u00e4ischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen gilt in Polen seit dem 1.06.2009.<span>&nbsp; <\/span>Diese internationalen \u00dcbereinkommen sind oder sollten ins polnische nationale Recht implementiert werden. Von grundlegender Bedeutung ist in Polen das Gesetz \u00fcber nationale und ethische Minderheiten vom 6.01.2005.<span>&nbsp; <\/span>An der Stelle sie wohl vermerkt, dass die Belange, die 1991 im deutsch-polnischen Vertrag nicht ber\u00fccksichtigt wurden, also die M\u00f6glichkeit zweisprachige Ortsnamen zu f\u00fchren, eben durch das Gesetz eingef\u00fchrt wurde. Der Vertrag sah auch f\u00fcr die deutsche Minderheit eine wichtige Rolle bei der so dringend n\u00f6tigen Vers\u00f6hnung zwischen unseren Staaten vor. Das ist eine selbstverst\u00e4ndliche Aufgabe, die wir manchmal zum eigenen Nachteil erf\u00fcllen. Als Beispiel m\u00f6chte ich anf\u00fchren, dass die riesiger Teil unserer F\u00f6rdermittel der Bundesrepublik Deutschland wurde und wird weiterhin f\u00fcr solche Zwecke bestimmt, nicht allein der deutschen Minderheit, sondern dem Gemeinwohl aller B\u00fcrger dienen.<span>&nbsp; <\/span>Das geht hier nicht nur um Deutschkurse, die alle besuchen d\u00fcrfen, aber auch um Wasserleitungen, Kanalisation, Ausstattung der Krankenh\u00e4user und vor zwei Jahren war eine hochleistungsstarke Pumpe f\u00fcr die Beseitigung der Folgen einer \u00dcberschwemmung. Es geht hier auch um etliche Zehn Konferenzen, Projekte, die zum Ziel haben, die gegenseitige Wahrnehmung der Deutschen und Polen zu verbessern, aber auch eine B\u00fcrgergesellschaft aufzubauen.<span>&nbsp; <\/span>Diese T\u00e4tigkeit wird oft \u00fcbersehen, aber wir sind der Auffassung, dass wir zu den Mitgestaltern des gro\u00dfen Wandels geh\u00f6ren, der eingetreten ist, gemeint sind hier die Hunderte Schul-, Gemeinde- und Vereinspartnerschaften.<span>&nbsp; <\/span>Vor dem Hintergrund macht uns die neue Rhetorik in der Politik, aber auch leider in der Gesellschaft<span>&nbsp; <\/span>Sorgen. Man entnimmt der Rhetorik die Zustimmung f\u00fcr die Umkehr des so tief europ\u00e4ischen Prozesses der deutsch-polnischen Vers\u00f6hnung.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span>Die deutsche Minderheit strebte von Anfang an des Bestehens, alle gew\u00e4hrten Rechte wahrzunehmen.<span>&nbsp; <\/span>Nach Jahren der T\u00e4tigkeit bestimmen die Gesetze sowohl den Spielraum als auch markiert ab und zu die Grenzen.<span>&nbsp; <\/span>Die gegenw\u00e4rtige Lage wird durch die gesetzlichen Voraussetzungen als auch das Engagement von Tausenden Menschen bestimmt. Ich m\u00f6chte kurz und bindig die Struktur, politische Positionierung, den Bildungsstand und die Medien der deutschen Minderheit an Hand einiger Folien schildern, die ich Ihnen zeigen werde.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span>Auf der Leinwand sehen Sie den Aufbau der deutschen Minderheit in Polen: nach Sch\u00e4tzungen sind es \u00fcber 300 Tsd. Mitglieder, nach Angaben aus der Volksz\u00e4hlung NSP ca. 140 Tsd., sie treffen sich und setzen tausende Projekte in ca. 500 Ortschaften in 10 Woiwodschaften um, f\u00fcr \u00fcber 50 Tsd. Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler wurden in den Schulen Antr\u00e4ge gestellt, Deutsch als Minderheitensprache zu lernen, in mehreren Hundert Ortschaften begr\u00fc\u00dfen uns Ortsschilder mit deutschen Ortsnamen, und in \u00fcber 22 Gemeinden darf man sich offiziell in den \u00c4mtern auf Deutsch verst\u00e4ndigen.<span>&nbsp; <\/span>Im Sejm Sitz ein Abgeordneter der Deutschen Minderheit und er ist momentan der einige Abgeordnete einer nationalen und ethnischen Minderheit im polnischen Parlament. F\u00fcr ihn votierten \u00fcber 27 Tausend Personen. Aus der Wahlliste der deutschen Minderheit wurden 7 Abgeordnete zum Regionalparlament (Sejmik) in Oppeln, 19 B\u00fcrgermeister, 298 Gemeinde- und Kreisr\u00e4te gew\u00e4hlt. Auf diese Listen wurden \u00fcber 45 Tsd. Stimmen abgegeben.<span>&nbsp; <\/span>Die T\u00e4tigkeit der deutschen Minderheit wird sowohl aus Deutschland aus auch aus Polen gef\u00f6rdert. \u00dcber 1000 Kinder besuchen Samstagskurse und lernen spielerisch Deutsch, es sind deutschsprachige Fussballschulen gegr\u00fcndet, die Familien, die ihre Kinder zweisprachig erziehen, treffen sich regelm\u00e4\u00dfig und je drei Jahre findet in der Jahrhunderthalle in Breslau Festival der Kultur der Deutschen Minderheit statt, wo sich<span>&nbsp; <\/span>8 Tausend Deutsche aus ganz Polen treffen.<span>&nbsp; <\/span>In vielen Pfarrgemeinden werden Andachten und Messen in deutscher Sprache gelesen.<span>&nbsp;<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span>In Polen gibt es so einen Spruch: Wenn es so gut ist, warum ist also so schlecht.<span>&nbsp; <\/span>Ich beginne mit dem Thema, das nat\u00fcrlich allen Minderheiten am Herzen liegt. Die Bildung. Sie wird auch w\u00e4hrend der Pr\u00fcfung der Experten der Europ\u00e4ischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen negativ beurteilt. Ich sprach schon davon, dass die Rechtsvorschriften eine Chance aber zugleich eine Begrenzung sind.<span>&nbsp; <\/span>Hier haben wir so einen Fall, weil in Polen deutsches Schulwesen nicht entstanden ist und eine der Einschr\u00e4nkungen ist, dass in Polen die Schulen f\u00fcr die Minderheiten mit einer Vorbedingung und damit nicht im Sinne der Europ\u00e4ischen Charta der Regionalen- oder Minderheitensprachen organisiert werden. Diese Vorbedingung sind Erkl\u00e4rungen der Eltern und die Voraussetzung, dass 7 Erkl\u00e4rungen eingereicht werden. Nach unserer Auffassung (ebenso wie nach Auffassung der Auslandspolen in Deutschland, oder wie es in der EKJRM hei\u00dft) sollte der Zugang zum Bildungswesen ohne Vorbedingungen gew\u00e4hrt werden und ein mindestens zweisprachiges Bildungsangebot auf den Gebieten der Minderheiten bestehen. Da der Staat das Angebot nicht unterbreitet und da der Staat nur auf Antr\u00e4ge reagiert, sind wir bestrebt, selbst so ein Angebot vorzubereiten, aber das System, in dem die gro\u00dfe Zuwendung f\u00fcr den Deutschunterricht in Form von 3 Zusatzstunden die Woche, an der deutschen Minderheit vorbei geht und diese Bildungszuwendung landet bei den Gemeinden und es gibt keine M\u00f6glichkeiten uns bei der Bildung der Schulen in freier Tr\u00e4gerschaft zu f\u00f6rdern. Aus diesem Grunde ist es uns leider gelungen, in den zur\u00fcckliegenden 5 Jahren nur 4 zweisprachige Schulen zu er\u00f6ffnen. Die Erfolge des Deutschunterrichts in den Schulen, in denen nur 3 Stunden unterrichtet wird, sind leider nicht zufriedenstellend, deshalb m\u00fcssen wir trotz der Probleme Schulen zu bilden,<span>&nbsp; <\/span>wo mehr Deutschstunden angeboten werden und immer die deutsche Sprache f\u00f6rdern. \u00dcber verschiedene Gremien m\u00f6chten wir die Regierung \u00fcberzeugen, die Effizienz des Systems zu verbessern, das Niveau des Unterrichts erh\u00f6hen und wenigstens einen Bruchteil der Zuwendung f\u00fcr die n\u00f6tigen Gr\u00fcndungen der Schulen durch unsere Vereine und Gesellschaften zu bestimmen. Es stimmt nicht, was man oft aus der<span>&nbsp; <\/span>Presse erf\u00e4hrt, dass \u201edie deutsche Minderheit von dem Staat 140 Mio. PLN f\u00fcr die Bildung bekommt\u201d. Die Summe der Zuwendung stimmt, aber das Geld liegt von Anfang an au\u00dferhalb der mittelbaren und unmittelbaren Entscheidungskompetenz der deutschen Minderheit.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span>Die Jahre der Begeisterung nach dem Sturz des Kommunismus sind in Polen vorbei.<span>&nbsp;<\/span>Der Enthusiasmus ist auch unter den polnischen Staatsb\u00fcrgern polnischer Nationalit\u00e4t weg.<span>&nbsp; <\/span>Der am Anfang feste Glaube an einen revolution\u00e4ren Wandel und die St\u00e4rke der \u00dcberzeugungen, dass die deutschen nach Jahren der Diskriminierung ihre Folgen bald \u00fcberwinden werden, oder Deutsch in den Alltag zur\u00fcckkehren wird, schlug in m\u00fchsame Arbeit an der Basis um.<span>&nbsp; <\/span>Dazu kommt in der letzten Zeit immer st\u00e4rker sp\u00fcrbarer Mangel an Akzeptanz f\u00fcr das Deutschtum. Das hat zur Folge, dass es viele Au\u00dfenstehende gibt, die kein Engagement zeigen wollen und versuchen eine sichere, nicht ganz eindeutig positionierte Stellung zu nehmen.<span>&nbsp; <\/span>Nach Ausscheiden der \u00e4ltesten Generation, die mit Deutschen aus vor 1945 noch Kontakte pflegte, bilden die zahlreichste Gruppe diejenigen, die keine M\u00f6glichkeit mehr hatten, Deutsch zu lernen.<span>&nbsp; <\/span>Die Worte von Humboldt bewahrheiten sich: \u201eDie Heimat ist eigentlich die Sprache\u201d. Ohne Sprache wird die Identit\u00e4t geschw\u00e4cht und das erleben wir gerade.<span>&nbsp; <\/span>Heute wissen wir als Volksgemeinschaften, die fr\u00fcher zwangsweise assimiliert wurde und bei der die Sprache gr\u00f6\u00dftenteils verlorengegangen ist, dass die Sprache wiederaufgebaut werden sein muss. Die gesetzlichen Kriterien zum Schutz der Sprache und Kultur, geben keine Garantie.<span>&nbsp;&nbsp;<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span>Aus diesem Grunde haben wir mit Zur\u00fcckhaltung der Jugendlichen gegen\u00fcber dem Zusammengeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl innerhalb einer Volksgruppe und gegen\u00fcber der Bekenntnis zum Deutschtum zu tun und wir beobachten die Entwicklung, dass man einen Sonderweg w\u00e4hlt, der zwischen der Distanzierung zur polnischen nationalen und kulturellen Kode und dem Bekenntnis zum deutschen Volkstum bedeutet.<span>&nbsp; <\/span>Der Weg bedeutet manchmal die Pflege der regionalen Identit\u00e4t und die Erh\u00f6hung ihres Ranges zur Nationalit\u00e4t.<span>&nbsp; <\/span>Die Identit\u00e4tswanderung schw\u00e4cht auch die Klarheit der Bezeichnung beispielsweise eines Schlesiers als Deposit\u00e4r und Mitglied der deutschen Kulturgemeinschaft. Deutsche Minderheit hat eine klare Aufgabenstellung f\u00fcr die Zukunft, weil einerseits jeder Deutsche in eigener Heimat verwurzelt ist und gleichzeitig ein Schlesier, Erml\u00e4nder, Masure ist und wir m\u00f6chten den Regionalismus pflegen und andererseits wollten wir die breite deutsche Perspektive nicht aus dem Auge verlieren, weil eine regionale Gemeinschaft den Assimilierungsprozessen st\u00e4rker ausgesetzt ist. Wir nehmen im Allgemeinen den Wandel der Identit\u00e4t wahr. Die Untersuchungen unter den Mitgliedern des BJDM zeigen, dass sie eine vielschichtige Identit\u00e4t haben und drei Elemente verbindet: von europ\u00e4isch bis regional schlesisch mit starker deutscher oder sogar polnischer Auspr\u00e4gung. Ihre Identit\u00e4t ist anders als die ihrer Eltern oder Gro\u00dfeltern. Man f\u00fchlt sich ein Schlesier und ein Deutscher gleichzeitig.<span>&nbsp; <\/span>Unter allen regionalen Schattierungen ist das Schlesische in der deutschen Minderheit zweifelsohne am st\u00e4rksten ausgepr\u00e4gt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span>Das Problem ist, dass es wenig Jugendliche gibt.<span>&nbsp; <\/span>Offene Grenzen, deutsche Staatsangeh\u00f6rigkeit, Freiz\u00fcgigkeit, N\u00e4he zu Deutschland und die Distanz zwischen der Wirtschaftsentwicklung und des sozialen Fortschritts in<span>&nbsp; <\/span>Polen und in Deutschland und \u00d6sterreich hat zur Folge, dass tausende jugendliche bekennen sich zum Deutschtum, indem sie nach Deutschland ausreisen. Ganz Polen ist von den demografischen Problemen stark betroffen und diese werden sich noch st\u00e4rker abzeichnen, aber es steht au\u00dfer Zweifel, dass die deutsche Minderheit noch st\u00e4rker von der Entv\u00f6lkerung betroffen wird.<span>&nbsp; <\/span>Wir wissen auch, dass es leichter wird,<span>&nbsp; <\/span>eigene Heimat zu verlassen, wenn man \u00fcberzeugt ist, dass Deutsche in Polen nicht als Wert oder Reichtum, sondern als Quelle von Spannungen oder im besten Fall mit Argwohn wahrgenommen werden.<span>&nbsp; <\/span>Die Tatsache, das wir in diesem Jahr das 25. Jubil\u00e4um<span>&nbsp; <\/span>der Unterzeichnung des Freundschaftsvertrages begehen und immer noch mit der Altlast der Vergangenheit zu k\u00e4mpfen haben,<span>&nbsp; <\/span>ist f\u00fcr sie Best\u00e4tigung dessen, dass, wenn eine ganze freie und demokratische Generation die Geister der Vergangenheit nicht \u00fcberw\u00e4ltigen konnte, wird es sicher sich in einen Kreis zur\u00fcckzuziehen, in dem sie sich akzeptabel f\u00fchlten.<span>&nbsp;<\/span>Manchmal finden sie auch dort keine Akzeptanz als Deutsche und immer wieder zu den 1,5, 2 oder zuletzt 2,5 Mio. Polen in Deutschland mitgez\u00e4hlt werden. Dann steigt in ihnen das Gef\u00fchlt der Entfremdung auf. Wir, Angeh\u00f6rige der Minderheit, kennen das Gef\u00fchl sehr gut.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span>Im Hinblick auf das 25. Jubil\u00e4um des deutsch-polnischen Vertrages tauchte vor einigen Jahren die Idee des deutsch-polnischen Runden Tisches auf. Diese Idee kam auf dem FUEN-Kongress in Br\u00fcssel auf und wurde von mir und dem damaligen Vorsitzenden des Bundes der Polen in Deutschland (ZPwN) Marek W\u00f3jcicki aufgegriffen.<span>&nbsp; <\/span>Das sollte die Chance auf die Verbesserung der Umsetzung einiger Vertragsbestimmungen sein. Seit einige Jahren treffen wir uns am Tisch und ich muss mich leider heute an die Brust schlagen und feststellen, dass wir als deutsche Minderheit nicht die Auffassung vertreten k\u00f6nnen, dass uns diese Bestimmungen irgendeine erhebliche Verbesserung brachten. Der Tisch trieb alle in die Falle des Symmetriegedanken, der, wie wir alle wissen, auf die Minderheitenpolitik keine Anwendung finden sollte. Hier brauchen wir eine wesentliche Verbesserung in der Umsetzung, statt den Symmetriegedanken zu verwenden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span>Wie ist also unsere Lage 25 Jahre nach Zeichnung des Vertrages? Gesetzlich gesehen sind unter uns Vertreter nationaler Minderheiten, die besser gestellt sind, aber auch solche, die schlechter gestellt sind. Deshalb sind wir bestrebt diese Bedingungen in Zusammenarbeit mit der Regierung zu verbessern, aber als 10 Jahre nach Verabschiedung des Minderheitengesetzes auf den Schreibtisch des Staatspr\u00e4sidenten kleine Novellierung des Gesetzes gelang, wurde dagegen ein Veto erhoben. Als ich den Vortrag schrieb h\u00f6rte ich mehrmals aus dem Mund einiger Politiker, dass die Minderheiten eine 5%-Schwelle polenweit einf\u00fchren sollte, was die Teilnahme an den Wahlen praktisch unm\u00f6glich macht. Ein Staatsanwalt in Oppeln setzte ein Schreiben auf, in dem er sich gegen ein seit 8 Jahren legal stehendes restauriertes Denkmal f\u00fcr die Gefallenen des I. Weltkrieges \u00e4u\u00dfert. Die Stadt Oppeln setzt die \u00c4nderungen der Verwaltungsgrenzen durch, durch die die nationalen Verh\u00e4ltnisse ver\u00e4ndert werden und die Wahlaussichten der Minderheiten geschw\u00e4cht werden. Wir bef\u00fcrchten neue Geschichtspolitik, den Anstieg der nationalistischen und europaskeptischen Tendenzen.<span>&nbsp;<\/span>Wir glauben selbst, dass die Verfestigung eigener kulturellen und nationalen, sprachlichen Identit\u00e4t in der Minderheit einen Sinn hat, wie es Johann Wolfgang Goethe bezeugte: \u201eAlles Gro\u00dfe und Gescheite existiert nur in der Minorit\u00e4t\u201d. Europa besteht aus so vielen Nationen, dass jede eine Minderheit ist und erst wenn wir alle sind, sind wir eins und das ist unserer M\u00fche wert.<span>&nbsp;&nbsp; <\/span>Wir sind in Polen in der Tat W\u00e4chter europ\u00e4ischen Gedankengutes und das hat einen Sinn und insbesondere f\u00fcr die Jugendlichen. Die Kehrseite der Medaille ist, dass neben den negativen Erscheinungen, unsere und die Bestrebungen der Regierung, wie zum Beispiel die zweisprachigen Ortsschilder in dem ausgewogenen Teil der Gesellschaft zur Vertiefung der Akzeptanz f\u00fcr kulturelle Vielfalt und Mehrsprachigkeit und zum Verst\u00e4ndnis beitragen. Die Multikulturalit\u00e4t ist ein Reichtum der Gesellschaft und eines jeden Individuums und zugleich eine Chance f\u00fcr die Regionalentwicklung.<span>&nbsp; <\/span>Die letzte Begegnung mit dem Staatspr\u00e4sidenten der Republik Polen l\u00e4sst uns feststellen, dass auf dem Wege der Verbesserung des Rechts die Staatsinstitutionen weiterhin unser Partner bleiben.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle:www.vdg.pl<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lage der deutschen Minderheit 25 Jahre nach Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages. 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